Am 11. November kommt landauf, landab wieder die traditionelle Martinsgans auf den Tisch. Frisch gebraten, mit krosser Haut, dazu lecker Rotkohl (Rezept), Kartoffelklöße … und eine köstliche braune Sauce. So essen die Rheinländer ihre Gans am liebsten.

Egal, ob Sie die Gans selbst zubereiten, liefern lassen oder in einem Restaurant genießen, achten Sie beim Kauf stets auf die Qualität. Fragen Sie vorher nach Herkunft und Art der Haltung. Im eigenen Interesse und im Interesse der Tiere, denn Qualität kann man schmecken und letztlich auch mit gutem Gewissen genießen. Was mancherorts für Verbrechen an Tieren in Ökogans begangen werden, geht auf keine Kuhhaut. Und gesund kann das auch für den Menschen nicht sein. Am besten kaufen Sie eine „Bio-“ oder „Ökogans“, oder mindestens aus „bäuerlicher Freilandhaltung“ von einem verantwortungsbewussten Landwirtschaftsbetrieb aus der Region oder zumindest aus Deutschland.

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„Gans Düsseldorf“ ist im Gänsefieber

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Gänse aus Freilandhaltung
Wo kauft man die Gänse in und um Düsseldorf?

Zum einen gibt es im Düsseldorfer Umland eine Vielzahl kleiner Bauernhöfe, die meist in begrenzter Stückzahl – in Kleinherden – auch Gänse auf dem eigenen Hof halten. Fragen Sie einfach nach und mit etwas Glück ergattern Sie eins der Tiere. Es gibt aber auch Betriebe, die sich auf die Gänseaufzucht in Freilandhaltung spezialisiert haben:

Glückliche Gänse vom Gut Schobbenhaus in Mettmann

In Mettmann kann man „glückliche Gänse“ direkt beim Gut Schobbenhaus kaufen. Es ist nur eine kurze Fahrt in Kauf zu nehmen und bei der Abholung kann man die Freilandgänse und Französischen Flugenten (Barbarie-Enten) lustig flatternd und schnatternd auf den hofeigenen Weiden frei herumstolzieren sehen. Die hohe Qualität kann hier noch selbst erleben. Wir haben über Gut Schobbenhaus schon Berichtet. Den Artikel lesen Sie hier …

Gillbach-Gans vom Gänsepeter

Gans Düsseldorf

Foto: Peter Eßer

Foto: Peter Eßer ist der Gänsepeter: Seine Tiere sind sein Leben!

Weit bekannter (wenn auch nicht besser) ist die „Gillbach-Gans“ vom „Gänsepeter“ aus Rommerskirchen. Tagsüber draußen auf der Weide, nachts im Stall. Die Lieblingsspeise (Futtermais) haben die Tiere auch hier direkt neben der Weide. Das Ergebnis: sind langsam und gesund wachsende, glückliche Gänse mit viel Auslauf und daher wenig Fett aber viel Muskelfleisch. Die Schlachtung erfolgt direkt auf dem Hof. Viele Spitzenköche beziehen hier Ihre Gillbach-Gans, so auch Michael Reinhardt vom gleichnamigen Gourmet-Restaurant REINHARDT’S im Moschenhof oder auch Walter und Sascha Stemberg vom HAUS STEMBERG in Velbert. Beziehen kann man die Gillbach-Gans direkt beim „Gänsepeter“ oder beim Gourmetversand „Otto Gourmet“

Gans im Süden – Hohenloher Bauerngans

Auch in Süddeutschland gibt es hochwertige Freilandgänse. Die Hohenloher Bauerngänse sind seit Juli auf der Weide und laben sich an Gras, Kräutern und Klee. Dazu gibt es Hafer, Gerste, Weizen, Mais und Soja aus regionalem, gentechnikfreiem Anbau. Auf Leistungsförderer verzichten die hiesigen Vertragsbauern genauso wie auf eine „vorbeugende“ Medikamentengabe. Die artgerechte Freilandhaltung gibt den Gänsen, was sie brauchen. Die Gänse werden auf dem Hof geschlachtet und schonend trocken gerupft.

Gans im Norden – Dithmarscher Gans

Nicht aus dem Rheinland, aber hierzulande auch sehr beliebt ist auch die beinahe legendäre „Dithmarscher Gans“ aus bäuerlicher Freilandhaltung. Die norddeutschen Weiden eignen sich durch Wasserhaushalt, Grasland und maßgeschneidertes Klima hervorragend für die Gänsaufzucht. Sie wachsen hier in traditionellen bäuerlichen Betrieben heran, werden die meiste Zeit im Freien gehalten und haben viel Bewegung – ein Garant für eine stabile Gesundheit und festes Muskelfleisch mit geringem Fettansatz. Die „Dithmarscher Gans“ stammt von einer alten Rasse und ist eine bodenständige und langsam wachsende Gans mit robuster Konstitution. Beziehen kann man die Dithmarscher Gans im Fachhandel oder nach vorheriger Reservierung/Bestellung über einen Frischeversand. Allerdings nur für einem einzigen Liefertermin vor Weihnachten, dem 19.12.. Die Zustellung erfolgt am 20.12.. Die Haltbarkeit im Kühlschrank bei unter 4 Grad ist bis zum 26.12. gewährleistet.

 – Wir recherchieren weiter und werden die Liste ständig vervollständigen –

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Wo schmeckt die krosse Gans am besten?

Auch die Küchenchefs der Restaurants in Stadt und Land packen spätestens jetzt die Gans auf ihre Speisekarte und bieten den Traditionsbraten bis Weihnachten an. Wo der begehrte Vogel besonders lecker serviert wird, werden wir hier in Kürze veröffentlichen.

Von „Gans to go“ bis „Gänsetaxi“

Für den duftenden Gänsebraten unter Freunden in den eigenen vier Wänden haben Sie zwei Möglichkeiten. Sie kochen selbst, oder fesseln „Muttern“ an den heimischen Herd … oder Sie lassen sich die bereits fast fertig gebratene Gans einfach einfliegen. „Gans to go“ und „Gänse-Taxi“ haben sich in der Landeshauptstadt längst etabliert und erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Der Festtagsbraten wird im Restaurant „ofenfertig“ vorgegart und nebst Beilagen zusammen mit einer Anleitung für den letzten Schliff vor dem Servieren zu Ihnen nach Hause geliefert, bzw. kann vor Ort abgeholt werden. Wer diesen Service in Düsseldorf anbietet, lesen Sie hier!

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Nach Angaben vom Naturschutzbund Deutschland (Nabu) landen jedes Jahr – zwischen Anfang November und Ende Dezember – zehn Millionen Gänse auf deutschen Tellern. Die wenigsten davon stammen aus Deutschland. Vor allem aus Polen und Ungarn werden die Gänse importiert, wo die Bauern die Gänse meist in wenigen Wochen auf drei bis vier Kilogramm Gewicht mästen. Teilweise werden sie dort sogar noch gestopft, also zwangsernährt.

Wer sich statt dessen für eine Biogans entscheidet, kann mit gutem Gewissen genießen. Achten sie beim Gänse- oder Entenkauf auf die gesetzlich geschützten Kennzeichnungen „Auslaufhaltung“, „bäuerliche Auslaufhaltung“, „bäuerliche Freilandhaltung“, „Bio-“ ‚ oder „Ökogans“ zu achten. Diese stehen für eine artgerechte Haltung der Tiere mit Auslauf. Fleisch mit dem Zusatz „aus Fettleberproduktion“ sollten Verbraucher unbedingt meiden.

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Eine Antwort

  1. Alexander Haberkorn

    hallo Peter ich finde es ist eine super Sache was du machst ,ich bin gerade selber am überlegen ob ich in die agrar bzw ökologisch mit Freilandhaltung beginnen. Ich suche mir auch schon die ganzen Infos und welche Bedingungen man einhalten muss zusamen, natürlich nicht nur mit einer Rasse sondern bzw Enten Hühner Gänse , die frage ist was würdest Du bevorzugen?: BITTE UM RUECKMELDUNG.

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