Mit der Serie „Außergewöhnliche Obstbäume – spannend präsentiert“ möchte das Gartenamt der Landeshauptstadt auf die Vielfalt von heimischen Obstbaumsorten hinweisen. Als Sorte des Monats September haben die Stadtgärtner die „Doppelte Philippsbirne“ ausgewählt, die aus Belgien stammt. Für Gartenbesitzer womöglich eine Anregung, diese Sorte, die saftige und süße Birnen hervorbringt, in den heimischen Garten zu pflanzen.

Die Doppelte Philippsbirne ist ein Zufallssämling und wurde um 1800 von „van Mons“ in Belgien entdeckt. Zum Unterschied der ebenfalls in Belgien vorkommenden, kleineren Philippsbirne „Philippe le bon“ wurde sie „Doppelte Philippsbirne“ genannt. Zuerst führte sie in Belgien und an der französischen Grenze zu Ehren von „Graf Mérode de Westerloo“ den Namen „Doyenné de Mérode“ oder „Beurre de Mérode“. Deutsche Synonyme sind „Frühe Diel“ oder „Sommer-Diel“.

Die Doppelte Philippsbirne ist in ganz Mitteleuropa verbreitet. In Düsseldorf sind 27 Bäume bekannt. So gibt es Altbäume der Doppelten Philippsbirne in der Urdenbacher Kämpe und auf der Obstwiese im Schlosspark Mickeln. Außerdem sind mehrere Nachpflanzungen auf der Hochzeitswiese Winnenberg und auf dem Wasserwerksgelände in Wittlaer erfolgt.

Die Sorte blüht früh und ist unempfindlich gegenüber Frost. Die Früchte sind Anfang bis Mitte September pflückreif. Genussreif sind sie dann ab Anfang Oktober. Im Frischluftlager halten die Früchte bis maximal Ende Oktober. Sie sind mittelgroß bis groß, 120 bis180 Gramm schwer, breitkegelig, teils fast kugelig. Die Grundfarbe ist anfangs grün, vollreif sind sie gelb bis ockergelb. Typisch sind die Schalenpunkte, die auf der Schat- tenseite klein und hellbraun und auf der Sonnenseite groß und bräunlich-rot sind. Die Schale ist trocken, stumpf und hart. Man sollte die Birne daher geschält essen.

Rezept für Birnenklöße aus einem alten Kochbuch

„Man schneide gute, geschälte Birnen in mittelgroße Würfel und weiche für einen Suppenteller voll davon sechs Weißbrötchen in einem Viertel Liter Milch ein, rühre 50 Gramm Butter zu Schaum, füge 6 Eidotter, Salz, etwas Muskatblüte und fein geriebene Zitronenschale, das Weißbrot, die Birnenwürfel und etwa fünf bis sechs Kochlöffel Mehl hinzu und steche mit einem in kochendes Wasser getauchten Löffel die Klöße ab, koche sie in schwach gesalzenem Wasser und richte sie, mit Zimt und Zucker bestreut an.“

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Termine der Biostation Haus Bürgel, Urdenbacher Kämpe

Frischobstverkauf von Kaiser Wilhelm, Jakob Lebel & Co.

Mittwoch, 2. Oktober, 15 bis 18 Uhr
Haus Bürgel, Monheim-Baumberg, Urdenbacher Weg
Frischobstverkauf von „Kaiser Wilhelm“, „Jakob Lebel“ & Co.
Auf Haus Bürgel wird Frischobst von den Obstbäumen der Urdenbacher Kämpe verkauft. Außerdem können Obstbaumbesitzer aus ihren eigenen Äpfeln Saft pressen lassen (Behälter bitte mitbringen). Daneben gibt es Infos rund ums Obst. Verkauf solange der Vorrat reicht.

Alte Obstsorten kennenlernen

Donnerstag, 10. Oktober, 17.30 bis 19 Uhr
Haus Bürgel, Monheim-Baumberg, Urdenbacher Weg
Anmeldung unter 02173.95 17 43 erforderlich, Gebühr: 4,30 Euro Leitung: Ralf Badtke , Biologische Station
In der Urdenbacher Kämpe wachsen über 25 verschiedene Apfelsorten mit so wohlklingenden Namen wie „Kaiser-Wilhelm-Apfel“ oder „Jakob Lebel“. Den Geschmack einiger dieser alten Sorten können die Teilneh- mer an diesem Nachmittag auf der Musterobstwiese bei Haus Bürgel kennenlernen. Die Eigenschaften, wie Reifezeit, Verwendung und Wuchs werden erklärt und Tipps für die Sortenwahl im eigenen Garten gegeben.

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm

Freitag, 11. Oktober, 16.30 bis 18.30 Uhr
Haus Bürgel, Monheim-Baumberg, Urdenbacher Weg
Anmeldung unter 02173.95 17 43 erforderlich, Gebühr Erwachsene 4,30 Euro, Kinder 2,15 Euro, für Eltern und Kinder von 3 bis 12 Jahren Leitung: Frank Nickel
Auf den Obstwiesen bei Haus Bürgel pflücken und schütteln die Teil- nehmer die Äpfel von den Bäumen. Anschließend verarbeiten sie die Früchte mit einer handbetriebenen Saftpresse zu köstlichem Apfelsaft und erfahren Interessantes rund um den Apfel. Kinder sollten einen Fahrradhelm als Schutz vor fallendem Obst mitbringen.

Quelle: Pressedienst Düsseldorf

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