Annette Packeisen nötigt der Stadtsparkassen-Vorstandsvorsitzenden Karin-Brigitte Göbel Respekt ab: „Sie hat den Bus doch tatsächlich rückwärts in unsere Tiefgarage an der Berliner Allee manöviert, das könnte ich nicht.“ Immerhin: Der dreiachsige Fiat Ducato ist 9,5 m lang und 2,5 m breit! Annette Packeisen, seit 19 Jahren bei der Sparkasse, ihr Kollege Gordan Miculcic sind ein Team, das ab dem 1. September Sparkassenkunden in der Fläche besucht – mit der ersten „Mobilen Filiale“.

Das feuerrote Geldmobil mit „grünem“ Dach – Solarenergie trägt zur Stromversorgung an Bord bei – steuert dann einmal wöchentlich verlässlich acht Standorte im Stadtgebiet an (Liste am Fuß des Textes) und wird jeweils zweieinhalb Stunden Anliegern zur Verfügung stehen. Sparkassen-Vorstand Dr. Michael Meyer: „Die Mobile Filiale ist damit eine von 40 Personen-besetzten Filialen in Düsseldorf und bietet absolut alles was man von einem normalen stationären Standort erwartet.“

Stellten ihre erste „Mobile Filiale“ vor: Vorstandschefin Karin-Brigitte Göbel, Kollege Dr. Michael Meyer

Sitzbank zum Verweilen

Karin-Brigitte Göbel zeigt mit erkennbarer Begeisterung das Innenleben des Geldmobils. Der Besucher tritt auf einen Counter zu, an dem er seine Geldgeschäfte erledigen kann. Eine breite Sitzbank lädt zum Verweilen ein und die Vorstandschefin würde es sogar begrüßen, wenn Kunden hier bei einer Tasse Kaffee (wie Wasser kostenlos im Angebot) auf ein kleines Schwätzchen verweilen. „Das ist genau das was wir wollen -Kundennähe.“ Im hinteren Bereich des geräumigen Busses, abtrennbar mit einer schalldämpfenden dicken Glas-Schiebetür, steht ein Arbeitsplatz mit Computer für zeitaufwendigere Geldgeschäfte zur Verfügung. Leistungsstarkes W-Lan, Videoüberwachung, Telefon und Security-Vorrichtungen gehören ebenso zur Ausstattung des Sparkassen-Busses wie Heizung und Klimaanlage. Den Bus gibt’s, bedauert Gerd Meyer, „leider noch nicht als E-Mobil“.

Barrierefreiheit dank Rampe

Die anzufahrenden Standorte und die Ausstattung des Busses, so Meyer, habe man in zahlreichen Gesprächen mit Bezirksvertretungen, Bürgervereinen und Seniorenrat abgesprochen. Die Barrierefreiheit dank breiter Rampe ist ein Ergebnis dieser Gespräche. 

Der Vorstand freut sich besonders, dass anlässlich des letzten Fortuna-Spiels bereits 180 Kunden die Möglichkeit genutzt hätten, am Bankautomaten (außen angebracht) Geld abzuheben. Er hat gerade davon gesprochen, da kommt ein Vater mit Kleinkind zu dem auf dem Burgplatz vorgestellten Bus und zieht Geld. 

Rund 50 Sparkassen bundesweit setzen solche rollenden Filialen bereits ein, auch in Großstädten wie Berlin, Dortmund und Duisburg, erläutert Meyer. Man werde das Angebot je nach Nachfrage und Bedarf unter Umständen ausweiten und verfeinern.

Die acht Standorte, die wöchentlich angefahren werden: 

MONTAG: Haltestelle Hassels, Hasselsstraße 74 (09:30-12:00 Uhr)  / Haltestelle Urdenbach, Kammerrathsfeldstraße 64 (13:30 – 16:00 Uhr)

DIENSTAG: Haltestelle Wittlaer, Kalkstraße 30 (09:30 -12:00 Uhr) / Haltestelle Lichtenbroich, Matthiaskirchweg 4 (13:30 – 16:00 Uhr)

MITTWOCH: Haltestelle Flehe, Fleher Straße 189 (09:30-12:00 Uhr) / Haltestelle Hamm, De Blääk (Höhe Hammer Dorfstraße 138 (13:30 bis 16:00 Uhr)

DONNERSTAG: Haltestelle Heerdt, Hanns-Heuer-Platz (09:30-12:00 Uhr) / Haltestelle Gerresheim, Evangelische Kirchengemeinde, Heyestraße 95 (13:30 – 16 Uhr)Der Fiat Ducato ist neuneinhalb Meter lang und zweieinhalb Meter breit und bietet genügend Raum für alle Bankgeschäfte

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