Red Dot Award für neuen Trendsetter

Dieses Auto ist anders als alle anderen. Citroën beweist Mut und wirft ein Auto auf den Markt, das mit vielem Gewohntem bricht und das zu fahren einen eigenen Kopf erfordert. Ein Auto, das nicht auf Prestige setzt, sondern auf Vernunft, ein Kompaktauto in SUV-Optik, ein Citroën, der nicht sänftengleich fährt und auf ein zerklüftetes Armaturenbrett verzichtet. Ein Stadtauto, das mit Rammschutz rundum eine Defensiv-Strategie fährt.

Mit diesem Auto verhält es sich wohl ein wenig wie mit der legendären Ente: Man mag den Cactus oder man mag ihn nicht. Wie unsere Testfahrten belegen, mögen ihn die meisten: viele „Daumen hoch“-Signale an der Ampel.

Die Jury des anerkannten Red Dot Awards hat ihr Urteil auch bereits gesprochen und dem Cactus den begehrten Preis verliehen.

Citroen Cactus

Na, steigen wir mal ein. Eine durchgehende Sitzbank wie in einem Ford Taunus oder Chevy der Siebziger! Gleichwohl sind die Sitze ausgeformt und vermitteln Seitenhalt. Ein Armaturenbrett fast ohne Schalter, ein paar Knöpfe am Lenkrad, den Rest regelt ein intuitiv zu bedienender Screen, der auf dem aufgeräumten Armaturenbrett thront. Darin versteckt sind alle Bedienelemente, auch das exzellente Navi.

Citroen Cactus

Sebastian Nau (rechts) übergibt uns den Cactus bei Citroën am Höherweg

Citroën-like die Geschwindigkeitsanzeige in großen Leuchtziffern. Bevor wir losfahren, ein Blick nach hinten. Wohltuend: Die C-Säule ist schmal, man sieht, was neben einem fährt. Auch beim Parken sieht man was: Dafür sorgt eine Rückfahrkamera, die mit einem Abstandswarner gekoppelt ist. So parken nicht nur Frauen gern (Entschuldigung, die Damen!).

Irgendein Bildhauer sagte auf die Frage, wie er es denn schaffe, so schöne Frauenskulpturen aus dem Stein zu schlagen: Ich haue einfach alles weg, was nicht nach Frau aussieht.

Citroën hat bei diesem Auto alles weggelassen, was ein Auto nicht braucht, aber Annehmlichkeiten beibehalten, etwa eine gut funktionierende Klimaanlage, Sitzheizung vorn und elektrische Fensterheber. Die Damen wird freuen, dass das Handschuhfach viel Platz bietet, der Airbag ist an die Decke gerutscht. Der Platz hinten ist recht üppig und der Kofferraum hat etwa Golfmaße.

Ein paar Zahlen: Das Kerlchen kostet ab 13.990 Euro, das Spitzenmodell liegt bei 22.490 Euro. Der urbane Flitzer schluckt (kombiniert) nur 3,4 l (Diesel mit 73 kW), der stärkste Benziner produziert 81 kW. Wir fuhren den C4 Cactus Blue HDi 100 Shine Edition (22.390 Euro). – osi –

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