Mit viel Leidenschaft für die neue Mitte Düsseldorfs: OB Dirk Elbers gestern im Kö-Bogen.

„Lust auf Düsseldorf“-Chefredakteur, Wolfgang Osinski, war gestern „im“ neuen Kö-Bogen. Es war, nun ja, sehr warm und Marketing-Club Präsident Dirk Krüssenberg winkte verzweifelt nach Wasser tragenden Kellnern, um der wachsenden Dehydrierung der Gäste entgegen zu wirken. Nur Oberbürgermeister Dirk Elbers, als einer der wenigen in korrektem Anzug mit Krawatte, schien die Hitze nichts anzuhaben. Selbst nach seiner temperamentvollen Rede vor den mehr als 200 Marketing-Club Düsseldorf-Mitgliedern, die dank Stefan Mühling (Die Developer) einen ersten Blick in den Kö-Bogen werfen durften, wirkte er noch gut temperiert.

Trotz der Hitze keine “No Shows” – über 200 Mitglieder des Marketing-Clubs nahmen teil

Dabei hatte er sich regelrecht erhitzt für das Thema Kö-Bogen, Düsseldorfs neue schicke Mitte, die architektonische Ikone des Stararchitekten Daniel Libeskind. Begeistert schwärmte er (“Welche Luft, welche Fläche”) von den durch den Wegfall des Tausendfüßlers entstandenen Freiflächen und dem Jahrhundert-Bauwerk Kö-Bogen.

Elbers: “Ich verstehe ja, dass ausländische Besucher die Bundeshauptstadt besuchen, sollen sie, aber dann: bitte hierher, zu uns.”

Die Städte seien im Wettbewerb und der OB, der mit Temperament die Vorzüge der Stadt herausstellte, ließ keine Zweifel, dass mit dem Kö-Bogen ein großer Sprung gelungen sei. Elbers: “Wir geben den Menschen hier eine Aufenthalts- und Lebensqualität zurück, das Bild davon werden wir auch nach außen senden.” Der Jan-Wellem-Platz als Verschiebebahnhof für Busse und Bahnen sei nicht wirklich ein Ort der Erbauung gewesen.

Stefan Mühling, der geistige Vater des Kö-Bogens, schilderte eindrucksvoll und offen die Anfangsschwierigkeiten: “Gehen sie mal zur Bank und sagen, sie bräuchten hunderte Millionen und hätten noch keinen einzigen Mieter!” Doch es sei recht bald gelungen, Vertrauen zu erlangen. Der Durchbruch sei dann durch die Beauftragung von Libeskind gelungen.

Der größte und vielversprechendste Mieter ist Breuninger. Das Familienunternehmen, das den Vorzug hat, nicht in Jahren sondern in Jahrzehnten denken zu dürfen, wird in Düsseldorf als deutsches Harrod’s antreten. Marketingchef Daniel Ohr  gestern: “Düsseldorf kriegt einen richtigen Departmentstore. Um sich von Vollsortimentern früherer Art abzugrenzen (vom T-Shirt bis zur Waschmaschine alles unter einem Dach) stellte er klar: “Wir machen Klamotten,  Mode, Schuhe, Lifestyle, Restaurant, sonst nichts.”  Zu Breuninger wird der einzige Ableger der berühmten Sansibar auf Sylt gehören, ein großartiges Alleinstellungsmerkmal.

Nicht mehr lange bis zur Fertigstellung: Kö-Bogen von der Hofgartenseite

Auch Norbert Steinke von Hallhuber machte neugierig auf das was da kommt. Unterhaltsam beschrieb er, wie er Stefan Mühling ein OK für Räume im Kö-Bogen abrang. “Besorgen Sie mir den Orden vom OB”, forderte ihn Mühling beim Blauweiß-Ball heraus. Steinke gelang’s. Das Unternehmen ist bereits auf der Kö vertreten und legte dennoch Wert auf Präsenz im  Kö-Bogen. Auch das Unternehmen Laurèl zeigte sich per Sprecher Dirk Reichert zuversichtlich über die Chancen in Düsseldorfs neuer Kaufhauswelt.

Von dem nackten Raum im fünften Stock und der Terrasse genossen die frühen Besucher den Blick auf den Gebäudekomplex, der schnell Gestalt annimmt und im Oktober eröffnet werden wird. Zu den Mietern wird auch die Kultmarke apple gehören.

Die Veranstaltung gestern bot einen Rahmen für eine außergewöhnliche Ehrung: Marketing-Club-Präsident Dirk Krüssenberg wurde – die höchste Auszeichnung, die Marketing-Clubs in Deutschland zu vergeben haben, mit der Herbert Gross Medaille geehrt. Dirk Krüssenberg, nach einer langen Karriere in der Industrie heute Berater und Partner bei EBC Network, führt den Marketing-Club Düsseldorf mit nie nachlassendem Engagement und viel Phantasie und Geschick. Eines seiner Anliegen der jüngsten Zeit war die Entwicklung der Marke Düsseldorf. So dürfte es ihm eine besondere Freude gewesen sein, als OB Dirk Elbers ihn aufforderte: “Lassen Sie nicht nach, begleiten Sie uns bei der Positionierung der Stadt.”

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