ARTGATE

Fortbildung für chinesische Kuratoren und Kunstprofessionals an staatlichen deutschen Museen – Schwerpunkte Berlin und Düsseldorf

Brücken schlagen zwischen Europa, China, Russland und dem Nahen Osten – die „emerging markets“ der Kunstszene entdecken und mit Kunstmachern und Galeristen hier vernetzen, das hat sich die Düsseldorferin Leoni Spiekermann (Foto) mit ihrer Agentur ARTGATE zum Ziel gesetzt. Derzeit hat sie Kuratoren aus China zu Gast – zu einer Fortbildung, die in Berlin begonnen hat und vom 26. bis 30. November in Düsseldorf ihre Fortsetzung findet.

Gemeinsam mit der Document (CCAD), einer Tochterfirma von Beijing Art Perspective Co. Ltd, realisiert die Düsseldorferin die Fortbildung für 15 chinesische Kunstprofessionals.  Leonie Spiekermann: „Ich finde es faszinierend, neue Kunst zu entdecken und die wechselseitige Befruchtung länder- und kulturübergreifend zu ermöglichen.“

Partner in Berlin sind u.a. die Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof, die Helmut Newton Foundation, das KW Institute for Contemporary Art, die Deutsche Bank Collection und der BOROS Bunker.

In Düsseldorf werden die Kunstkuratoren aus dem Reich der Mitte ab dem 26. November u.a. betreut von der Stiftung Kunstsammlung NRW, der Kunsthalle Düsseldorf, dem Museum Morsbroich und der E.On SA Collection.

Bei den chinesischen Kuratoren handelt es sich um Vertreter des National Art Museum China, der Macao Art Fair, der ART NOVA 100 sowie der Central Academy of Fine Arts (CAFA).

ARTGATELeonie Spiekermann: „Unser Ziel ist es, unseren Gästen ein fundiertes Wissen über deutsche Methoden des Kuratierens von Kunstausstellungen mit dem Fokus auf bildende, zeitgenössische Kunst zu vermitteln. Während des Trainings werden den Teilnehmern die wichtigsten Aufgabenbereiche einer Ausstellungskonzeption erläutert, dazu gehören z.B. das Rollenverständnis der eigenen Kunstinstitution bis hin zum fundierten Verständnis des Ausstellungssujets, sowie des Projektmanagements und der Finanzierung.“

Seit 2011 nimmt China eine führende Rolle im internationalen Kunstmarkt ein. Nicht zuletzt aufgrund des dort zunehmenden Interesses im Kunstbereich wurde in den letzten zehn Jahren in China eine Vielzahl neuer Museen gebaut. Es fehlt jedoch an ausgebildeten, kunsthistorischen Fachkräften, die der musealen Prämisse „Sammeln, Bewahren und Forschen“ optimal gerecht werden können.

Die ARTGATE-Geschäftsführerin: „Daraus resultiert das Interesse an Fortbildungen an deutschen Museen und aus diesem Grunde haben ARTGATE und CCAD die Fortbildung gemeinsam organisiert.“

ARTGATE wurde in diesem Monat vom „Gründernetzwerk Düsseldorf“ zum Start-Up des Monats gewählt.

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