Fast 2.000 Euro für den guten Zweck, 60 bestens unterhaltene Gäste und eine gelungene Premiere von Bäckermeister Josef Hinkel als Stadtführer – das ist das Resümee der zweiten „Mein Düsseldorf-Extratour“. Nach Jacques Tilly im Vorjahr nahm jetzt Josef Hinkel die Gäste im ausverkauften Doppeldecker-Bus mit auf eine Tour durch Düsseldorf, die sich vor allem auf drei Themenbereiche konzentrierte: wichtige Orte aus seinem Leben, den Düsseldorfer Karneval und die gute Zusammenarbeit mit den Handwerkskollegen aus der Bäcker-Innung.

Die Tour führte vom Burgplatz aus in Richtung Bilk, auf die andere Rheinseite nach Niederkassel, zu einem Stopp nach Kaiserswerth und wieder zurück zum Burgplatz. Entlang der gesamten Wegstrecke lieferte Hinkel interessante Einblicke in sein Leben, die Geschichte seiner Bäckerei und Anekdoten zu seiner Heimatstadt Düsseldorf.

In Düsseldorf packt man Dinge gemeinsam an

Josef Hinkel hatte die Route gemeinsam mit den Experten von Düsseldorf Tourismus entwickelt und komplett freie Hand bei der Auswahl der Themen, die er als Stadtführer auf dem Oberdeck des Doppeldecker-Busses präsentierte. Der Bäckermeister und beliebte Botschafter der Düsseldorfer Altstadt entschied sich für eine Mischung unterschiedlicher Aspekte: „Ich wollte den Gästen wichtige Orte unserer Familiengeschichte und meines persönlichen Lebens zeigen, aber auch Düsseldorfer Anekdoten sowie Informationen zu anderen engagierten Bäcker-Kollegen liefern. In Düsseldorf packt man Dinge gemeinsam an und genau das rüberzubringen, war mir sehr wichtig.“

Frank Schrader, Geschäftsführer Düsseldorf Tourismus GmbH: „Josef Hinkel hat bei seiner Premiere bewiesen, wie mitreißend er seine Heimatstadt präsentieren kann. Sein Engagement für das Handwerk, den Karneval und unzählige andere wichtige Themen ist bewundernswert und enorm positiv. Als Pate eines Nacktmulls im Aquazoo war es für mich besonders spannend zu erfahren, welches Tier er dort als Pate unterstützt – eine Schildkröte mit dem Namen ‚Brötchen‘.“

Geld für „Pänz en de Bütt“

Hinkel zeigte den Gästen, wo sein Urgroßvater Jean Hinkel an der Gladbacher Straße in Bilk seine Bäckerei gründete. Auch die Bäckerkollegen Thomas Puppe in Niederkassel, Obermeister Rainer Kapust mit seiner Backstube an der Uerdinger Straße und der Kaiserswerther Dieter Noots als Rezeptgeber für das Hinkel-Schwarzbrot wurden gewürdigt. Brotexperte Hinkel enthüllte zudem, was der Flughafen mit seinem Kartäuser-Brot zu tun hat: Auf dem Gelände des Flughafens hatte in früheren Zeiten nämlich der Kartäuser-Orden seine Heimat.

Persönlich erinnerte sich Hinkel an den Hofgarten und die Rampe an der Rheinkniebrücke als Orte für Abenteuer während seiner Kindheit. Gerne dachte er auch zurück an die Zeiten, als man auf dem Schwanenspiegel noch mit Ruderbooten fahren konnte. Nicht unerwähnt blieb auch der erste Sponsor, den der Düsseldorfer Rosenmontagszug jemals hatte: die Gaststätte „Grüner Esel“ auf der Grünstraße.

Die Busunternehmer Wilms und Adorf sowie Düsseldorf Tourismus hatten den Bus kostenlos für den guten Zweck gestellt. Kaffee und Kuchen beim Stopp in Kaiserswerth wurden von Hinkel selbst und Caterer Georg Broich gestiftet. Bei der Extratour darf stets der prominente Stadtführer entscheiden, für welchen Zweck die Einnahmen verwendet werden. Hinkel wählte das Projekt „Pänz en de Bütt“ aus, das er 2008 als Karnevalsprinz gemeinsam mit der damaligen Venetia Barbara Oxenfort ins Leben gerufen hatte. „Pänz en de Bütt“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Büttenredner-Nachwuchs zu fördern. Düsseldorf Tourismus wird die Reihe der persönlichen Extratouren mit bekannten Stadtführern auch in Zukunft fortsetzen.

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