Um dem vorhandenen und stetig steigenden Mobilitätsbedürfnis der Menschen und der Wirtschaft der Region auch langfristig Rechnung tragen zu können, möchte NRWs größter Airport zukünftig in den Tagesstunden nachfrageorientierter und flexibler arbeiten können. Dazu wird voraussichtlich im Juni 2014 ein entsprechender Antrag auf Planfeststellung mit einer Änderung der Betriebsgenehmigung beim Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen gestellt werden. Die Interessen der Anwohner sollen dabei aber gewahrt werden. Man setzt daher auf eine frühzeitige Bürgerinformation noch vor der Antragstellung. Den Zukunftsplänen des Airports hat der Aufsichtsrat gestern grünes Licht gegeben. Zum Schutz der Nachbarn verständigten sich der Airport und die Airlines bereits im Nutzergremium auf die Verschärfung der lärmabhängigen Flughafenentgelte ähnlich dem sogenannten Hamburger Modell ab dem 1. Januar 2014.

Christoph Blume, Sprecher der Flughafengeschäftsführung: „Unsere derzeitige Betriebsgenehmigung ist ausgesprochen starr. Die Anforderungen im Luftverkehr haben sich in den vergangenen Jahren verändert. Unser Ziel ist es daher, unser bestehendes Pistensystem tagsüber in seiner jetzigen Form in Zukunft ohne die heutige unflexible Sperrungsregelung nutzen zu können. Wir müssen zum Beispiel die Stunden der Zweibahnnutzung bereits eine Woche vorher für die Folgewoche bei der Genehmigungsbehörde anmelden. Hiervon möchten wir befreit werden. Denn nur so ist es der zuständigen Deutschen Flugsicherung möglich, flexibel zum Beispiel auf schlechte Wetterereignisse oder Streiksituationen zu reagieren oder über den Tag auflaufende Verzögerungen effektiv abzubauen. Genau diese Vorteile erhoffen wir uns durch eine flexiblere Nutzung unseres Zweibahnsystems“.

– osi –

Foto: Christian Behrens, Flughafen Düsseldorf

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